Ausbildung Privatpilot

Sie möchten selber fliegen und mit ihrer Familie, Freunden und Bekannten die Schweiz und die Welt von oben erkunden? Dann machen Sie die Ausbildung zum Privatpiloten!

Die Ausbildung zum Erhalt der PPL oder LAPL setzt sich aus folgenden drei Teilen zusammen:

Praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung ist unumstritten der spannendste Teil der ganzen Ausbildung – schliesslich geht’s ja letztendlich um’s Fliegen!

In der Regel treffen sich Flugschüler und Instruktor einmal wöchentlich für vier bis fünf Stunden. Während diesen Treffen lernen Sie Schritt für Schritt die nötigen Fertigkeiten. Dabei wird nach einem klar festgelegten Ausbildungsprogramm vorgegangen. Dieses beinhaltet alles, was ein Privatpilot braucht. Das Programm ist in die folgenden Stufen mit entsprechenden Themenschwerpunkten gegliedert:

Blick aus dem Cockpit einer Piper Archer III auf die verschneiten Schweizer Berge während der Ausbildung zum Privatpiloten.

Die praktische Ausbildung verläuft nach einem Ausbildungprogramm, welches sich aus zehn verschiedenen Stufen zusammensetzt.

  1. Basisausbildung
  2. Standardverfahren im Flugplatzbereich
  3. Notverfahren 1. Teil
  4. Festigungsphase und erste Alleinflüge
  5. Überlandflug 1
  6. Notverfahren 2. Teil
  7. Überlandflug 2
  8. Lagefliegen nach Instrumenten (nur PPL)
  9. Radionavigationsausbildung (nur PPL)
  10. Prüfungsvorbereitung

Sind diese Stufen mit Zufriedenheit von Flugschüler und Instruktor erledigt und Theorie- sowie Voiceprüfung erfolgreich absolviert, schliesst man die Ausbildung mit einer Prüfung, dem Skill Test ab. Danach erhält man seine Lizenz und kann fortan selber ein Flugzeug mieten und in die Lüfte entschwinden!

Theoretische Ausbildung

Nebst der praktischen Prüfung legt man für den Erhalt der Lizenz auch eine Theorieprüfung ab. Diese umfasst folgende neun Fächer:

  1. Luftrecht
  2. Allgemeine Luftfahrzeugkenntnis
  3. Flugleistungen und Flugplanung
  4. Menschliches Leistungsvermögen
  5. Meteorologie
  6. Navigation
  7. Betriebsverfahren
  8. Grundlagen des Fluges
  9. Kommunikation VFR

Die Vorbereitung auf diese Prüfung erfolgt entweder von zuhause aus via Distance Learning oder im Klassenunterricht. Dafür beträgt der Zeitaufwand insgesamt zwischen 100 und 200 Stunden.

PPL oder LAPL?

In Europa gibt es für Privatpiloten zwei verschiedene Lizenzen, die Privatpilotenlizenz (PPL) und die Light Aircraft Pilot License (LAPL). Die beiden Lizenzen unterscheiden sich bezüglich Erlaubnissen nur wenig. Allerdings ist die Ausbildung für die LAPL rund dreissig Prozent kürzer. Hier sind die beiden Lizenzen im Überblick:

LAPL PPL
Berechtigung Kommandant ohne Vergütung im nicht gewerblichen Betrieb. Kommandant oder Kopilot ohne Vergütung im nicht gewerblichen Betrieb.
Flugzeuge Beschränkung auf einmotorige Landflugzeuge mit Kolbentriebwerk mit einer höchstzulässigen Startmasse von 2000 kg oder weniger.
Passagiere max. 3 Passagiere (Erst wenn nach Erteilung der Lizenz mindestens 10 Flugstunden als Kommandant geflogen wurden.) keine Beschränkungen
Medical (Fliegerärztliche Bescheinigung) LAPL Medical (Anforderungen tiefer als Medical Class 2, nur innerhalb Europa gültig) Medical Class 2 (weltweit gültig)
Mindeststunden während Ausbildung 30 h (davon 6 h überwachter Alleinflug) 45 h (davon 10 h überwachter Alleinflug)
Kosten (inkl. Radiotelefonie und Sprachkompetenz) ab 14’000 CHF ab 18’500 CHF
Theorie

identisch

Radiotelefonie

nicht zwingend erforderlich, aber empfehlenswert

Sprachkompetenz (Language Proficiency)

falls Radiotelefonie-Prüfung gemacht wird

Den meisten Piloten, welche nur “zum Spass” fliegen möchten, genügt also die günstigere LAPL. Wer sich für die PPL entscheidet, hat dafür keine Einschränkungen bezüglich der Grösse der geflogenen Flugzeuge. Zudem erhält man während der Ausbildung eine gründliche Einführung in die Radionavigation und zwei Kurzlektionen im simulierten Instrumentenflug.

Üben von Steilkurven über dem Walensee in einer Pipe Archer III: Teil der Ausbildung zum Privatpiloten

Die Ausbildung für die Light Aircraft Pilot License (LAPL) ist kürzer und günstiger als für die Privatpilotenlizenz (PPL), die Lizenz bietet jedoch beinahe die gleichen Möglichkeiten.

Die Theorie sowie weite Teile der praktischen Ausbildung sind bei beiden Lizenzen identisch. Deshalb muss man sich vor der Ausbildung nicht für eine der beiden Lizenzen festlegen. Man beginnt also einfach mit der Ausbildung und entscheidet später, ob man LAPL oder PPL macht.

Planung der Ausbildung

Die Planung der Ausbildungsteile erfolgt individuell und den Umständen angepasst. Optimal ist es, wenn man während der Ausbildung jede Woche einen halben Tag fürs Fliegen und zusätzlich etwas Zeit in die Theorie investieren kann. Bei Zeitmangel kann man auch eine Weile lang nur alle zwei Wochen fliegen. So schafft man sich etwas mehr Zeit für die Theorie. Während der gesamten Ausbildung können aber auch Intensivphasen eingelegt werden, um den ganzen Ablauf zu beschleunigen.
Sie haben noch Fragen bezüglich der Ausbildung? Zögern Sie nicht, mich per Mail zu kontaktieren! Oder buchen Sie einen Schnupperflug und wir besprechen alles zusammen!