Bye bye GAMET, hello SIGWX Low Alpen!

Seit dem 10.11.2016 publiziert Skyguide beziehungsweise MeteoSwiss kein GAMET mehr. Es wird durch die Low-Level Significant Weather Chart Alps (SIGWX Low Alpen) und weitere Produkte ersetzt, die gemeinsam mit AustroControl produziert werden. Damit weicht das textbasierte GAMET einer Karte, die vor allem mit Symbolen die Wetterprognose darstellt. Wie diese und die weiteren Wetterinformationen interpretiert werden, erfährst du in diesem Beitrag.

Folgende Dokumente ersetzen seit dem 10.11.2016 das GAMET:

  • SIGWX Low Alpen
  • Wind Barbs Alpen
  • QNH Karte Alpen
  • Wind & Temperatur Alpen

Alle diese Unterlagen finden sich auf skybriefing.ch unter Wetter -> Vorhersagen.

SIGWX Low Alpen

Die SIGWX Low Alpen (Significant Weather Chart Low-Level Alps / Low-Level SWC Alps) bietet auf einen Blick Informationen zu Wettererscheinungen, Wolken und Sicht in der Schweiz und in Österreich:

SIGWX Low Alps: Die Low-Level SWC Alps beinhaltet für die Schweiz und Österreich wichtige Wettererscheinungen, Wolkenbasis und Sicht.

Die Low-Level SWC Alps beinhaltet für die Schweiz und Österreich wichtige Wettererscheinungen, Wolkenbasis und Sicht.

Viele Piloten haben die verwendeten Symbole wohl seit der Theorieprüfung nicht mehr gesehen. Sie sind jedoch im “Meteofaltblatt”, welches hier heruntergeladen werden kann, sehr gut beschrieben. Es fehlen zur Zeit leider noch einige Symbole, diese findet man aber zum Beispiel auch hier.

Die Symbole, welche in der SIGWX-Karte verwendet werden. Quelle: "Flugwetterinformationen für die Schweiz", MeteoSchweiz

Einige der Symbole, welche in der SIGWX-Karte verwendet werden. Quelle: “Flugwetterinformationen für die Schweiz”, MeteoSchweiz

Auf der oben gezeigten Karte wird für die Schweiz um 1400 UTC also folgendes Wetter vorhergesagt (alle Höhen AMSL = Above Mean Sea Level):

  • Wolken: Broken Stratocumulus und Altocumulus (BKN SC/AC) mit Basis zwischen 3’000 und 5’000 ft und Top zwischen 18’000 und 22’000 ft.
  • Sicht: 4 – 8 km (VIS 4-8 KM)
  • Wind: Nord-West mit 20 Knoten
  • Wettererscheinungen:
    • Schneeschauer
    • Schneefallgrenze: 2’000 ft (SN:020)
    • Mässige Turbulenz vom Boden bis 8’000 ft (Nordwesten) bzw. 14’000 ft (Süden)
    • Mässige Vereisung zwischen 3’000 und 18’000 ft
    • Berge verschleiert
    • Vereinzelt (“ISOL”) Cumuli mit mässiger bis grosser vertikaler Ausdehnung (Towering Cumulus)
Symbole in der SIGWX-Karte: Rot sind Turbulenzen sowie Vereisung dargestellt. Schneeschauer sind mit blauen Dreiecken und einer Schneeflocke gekennzeichnet, die Schneefallgrenze ist mit "SN:020" als 2'000 ft AMSL angegeben. Das Symbol für verschleierte Berge ist ein umgekehrtes "W" mit ausgefüllten Zacken.

Symbole auf der SIGWX-Karte: Rot sind Turbulenzen sowie Vereisung dargestellt. Schneeschauer sind mit blauen Dreiecken und einer Schneeflocke gekennzeichnet, die Schneefallgrenze ist mit “SN:020” als 2’000 ft AMSL angegeben. Das Symbol für verschleierte Berge ist ein umgekehrtes “W” mit ausgefüllten Spitzen.

Eine Prognose für den Westen und den Osten (unten rechts) vervollständigt die SIGWX Low Alps. Weitere Hinweise zum dekodieren der SIGWX Low Alps finden sich im Flyer, welcher MeteoSchweiz und Austrocontrol herausgegeben haben:

Flyer Low-Level SWC Alps

Wind Barbs Alpen

Die Windrichtung und -stärke wird nun mit einem separaten Dokument, der Wind Barbs Alps Karte, dargestellt. Dabei wird für den jeweiligen Standort auf einer schwarzen vertikalen Linie der Wind auf verschiedenen Höhen angegeben, welche auf der Legende oben links gekennzeichnet sind.

Der Wind wird für verschiedene Höhen (Legende oben links) und an verschiedenen Standorten angegeben.

Der Wind wird für verschiedene Höhen (Legende oben links) und an verschiedenen Standorten angegeben.

QNH Karte Alpen

Das GAMET war ein wichtiges Dokument, um mittels Druckunterschieden Föhn- und Bisenlagen zu erkennen. Neu überprüft man dies am besten auf der QNH Karte Alpen. Für die Schweiz sind Differenzen Ost-West und Nord-Süd inklusive Windstärke direkt angegeben und farblich kodiert, so dass die Interpretation der Werte einfach ist.

Auf der QNH Karte Alpen sieht man nicht nur das QNH an verschiedenen Standorten, es wird sogar die Differenz angegeben und mittels Farben kodiert.

Auf der QNH Karte Alpen sieht man nicht nur das QNH an verschiedenen Standorten, es wird sogar die Differenz angegeben und mittels Farben kodiert. Zudem sieht man auch die generelle Windrichtung und -stärke.

Wind & Temperatur Alpen

Desweiteren werden Wind und Temperatur auch noch auf der Wind & Temperatur Karte Alpen dargestellt. Auch hier gibt es Informationen für verschiedene Höhen. Zudem wird die Nullgrad-Grenze (Freezing Level / FZ-LEVEL) angegeben und farblich kodiert.

Windrichtung und -stärke sowie Temperaturen und Nullgradgrenze sind auf der Wind & Temperatur Karte Alpen dargestellt.

Windrichtung und -stärke sowie Temperaturen und Nullgradgrenze sind auf der Wind & Temperatur Karte Alpen dargestellt.

Es hat sich also einiges geändert, das altbekannte GAMET weicht mehreren Dokumenten. Dies hat den Nachteil, dass nicht mehr alle Informationen wie bisher auf einer Seite ersichtlich sind. Dafür sind die Informationen detaillierter und beinhalten auch unser östliches Nachbarland. Die farbliche Kennzeichnung von Wetterphänomenen, Druckdifferenz und Nullgradgrenze helfen zudem, eine zügige und fundierte Go/No Go Entscheidung zu fällen. Hoffen wir einfach, dass das Wetter diesen Winter nicht oft so unfreundlich wird und sich die SIGWX Low Alps so vollgestopft zeigt, wie es in den oben dargestellten Dokumenten der Fall ist!

Cessna 152 Pilotengrundwissen

Die Cessna 152 war und ist eines der beliebtesten Trainingsflugzeuge. Das Flugzeug überzeugt mit guten Flugeigenschaften, ist robust und nicht zuletzt auch relativ kostengünstig zu fliegen. Obwohl die relativ einfachen Systeme dem neuen Piloten den Einstieg in die Fliegerwelt sehr erleichtern, gibt es doch einige Dinge, auf die man achten sollte. Das folgende Dokument fasst die wichtigsten Fakten und Zahlen zusammen und soll einen Überblick über die wichtigsten Informationen aus dem AFM bieten.

c152_facts

Die Cessna C152 ist das wohl am meisten genutzte Schulflugzeug überhaupt. Ein robustes Fahrwerk, ideale Langsamflugeigenschaften und viele weitere Stärken machen es zum idealen Schulungsflugzeug.

Die Cessna C152 ist das wohl am meisten genutzte Schulflugzeug überhaupt. Ein robustes Fahrwerk, ideale Langsamflugeigenschaften und viele weitere Stärken machen es zum idealen Schulungsflugzeug.

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Briefing-Checkliste

In der Fliegerei stützt man sich aus Sicherheitsgründen während des Fluges auf Checklisten, welche Schritt für Schritt abgearbeitet werden. Sie bieten uns die Gewissheit, dass nichts vergessen wird, und organisieren die Arbeit im Cockpit.

Wie im Flugzeug sollte man auch beim Briefing auf keinen Fall auf das Verwenden einer Checkliste verzichten. Wie schnell geht einmal ein DABS oder ein NOTAM vergessen. Im besten Fall muss der Pilot dann nochmals zurück ins Flugplatzgebäude, im schlimmsten befindet er sich während dem Flug plötzlich und unbewusst in einem Sperrgebiet und hat mit erheblichen Problemen zu rechnen.

Komplette Briefingcheckliste mit Zeitplan, Mass and Balance, Meteo und weiteren Checkpunkten.

Mit Hilfe der Briefing-Checkliste von flighttraining.ch geht bei den Vorbereitungen nichts vergessen!

Zusätzlich zur Sicherheit bietet das Verwenden einer Briefing-Checkliste auch die Gelegenheit, sich auf das strukturierte Arbeiten mit der Checkliste vorzubereiten. Das Gehirn wird quasi auf den Checklisten-Modus eingestellt, den es zum sicheren Fliegen unbedingt braucht.

flighttraining.ch bietet Ihnen eine Briefing-Checkliste, mit der Sie mit Sicherheit alle wichtigen Dokumente überprüft und alles dabei haben, was Sie für den Flug benötigen:

Download Briefing-Checkliste

Download ausgefülltes Beispiel

So wird diese Checkliste verwendet:

Timetable

Hier wird die Zeitplanung für den Flug bis und mit Alternate gemacht. Wann beginnt das Briefing? Wann erreiche ich das Endziel, wann den Alternate falls mein Zielflughafen gesperrt ist? In den Wintermonaten gehört zwingend auch das Abklären der Tag- und Nachtgrenzen dazu! Im Beispielbriefing sind diese mit “SS 1852” (also Sunset um 1852 Uhr) aufgeführt, der Flug endet also auch beim Anfliegen des Alternates noch bei Tageslicht.

Zusätzlich kann man hier nochmals die Flugzeugreservation überprüfen und mit dem Reservationssystem abgleichen. Die Checkbox hinter “Alternate” zeigt an, ob der Alternate vorbereitet und falls nötig das PPR eingeholt wurde.

Mass and Balance / Performance

Dieser Abschnitt fasst die M&B- sowie die Performance-Berechnungen zusammen. Takeoff Mass (TOM) und Maximum Takeoff Mass (MTOM) werden eingetragen, die Schwerpunktslage aufgezeichnet (eher vorne oder hinten und innerhalb der Betriebsgrenzen?), die entsprechende Kategorie ermittelt und zusätzlich die Startstrecke auf der kürzesten Piste berechnet. Achtung: Bei einem Flug auf einen Gebirgsflugplatz muss man zwingend Start- und Landeflugplatz berücksichtigen, auch wenn eine der beiden Pisten vermeintlich lange ist!

Navigation Flight Plan + VAC + ICAO Chart

Hier wird überprüft, ob der Navigation Flight Plan, die Visual Approach Chart sowie die ICAO-Karte dabei sind.

Titles of Transport

Habe ich einen Passagier bei mir, welcher allenfalls einen Flugschein braucht?

DABS und NOTAMs

Das DABS zeigt eine vereinfachte Karte der Schweiz mit diversen rot eingefärbten Zonen, für welche Restriktionen vorliegen.

Auf dem DABS werden auf sehr übersichtliche Art die für den aktuellen Tag relevanten Lufträume dargestellt. Es ersetzt jedoch nicht die NOTAMs für die geplante Flugroute und die angeflogenen Flugplätze!

Auf dem DABS werden auf sehr übersichtliche Art die für den aktuellen Tag relevanten Lufträume dargestellt. Es ersetzt jedoch nicht die dem Flug entsprechenden NOTAMs!

Sind das DABS und die NOTAMs überprüft? Gibt es Einschränkungen auf meiner Route, muss ich sie allenfalls anpassen?

Meteo

Hier wird überprüft, ob alle Meteo-Dokumente beachtet wurden. Mit General Weather ist die Allgemeine Lage in Europa (Fronten etc.) und mit Area Forecast die Flugwetterprognose gemeint.

Zum Schluss wird alles zusammengefasst: Wie sind Sicht, Wind, Temperatur/Taupunkt? Wie hoch sind die tiefsten Wolken auf meiner Route, wie ist die (erwartete!) Wetterentwicklung?

Der freie Raum neben den Meteo-Checkpunkten kann zur Visualisierung der Windsituation auf den Flugplätzen verwendet werden. Ganz unten befindet sich zusätzlich noch eine Auflistung möglicher Gefahren, welche falls anwendbar markiert werden können.

Aircraft Documents + Maintenance Release

Sind alle Dokumente im Flugzeug und gültig? Wann wurde der letzte Service durchgeführt? Ist eine 50h- oder 100h-Kontrolle angesagt?

I’M SAFE?

Illness, Medication, Stress, Alcohol, Fatigue, Eating? Siehe Beitrag I’M SAFE.

Sind alle diese Punkte zur Zufriedenheit überprüft, steht einem entspannten und spannenden Flug nichts mehr im Weg!

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I’M SAFE

Sonnenuntergang über dem Zürichsee, gesehen aus dem Cockpit einer Cessna C152.

Nur wer gut vorbereitet, gesund und ausgeruht ist, kann Momente wie solche während dem Flug geniessen.

Immer wieder geschehen Unfälle, weil Piloten unter Stress stehen, nicht genügend ausgeruht sind oder aus anderen Gründen die Gedanken anderswo haben statt im Cockpit. Eine einfache ins Briefing integrierte Checkliste kann helfen, solche Situationen frühzeitig zu erkennen und den Flug zu verschieben:

I’M SAFE

Illness: Bin ich gesund?

Medication: Stehe ich noch unter dem Einfluss von Medikamenten?

Stress: Stehe ich unter Stress oder zeitlich unter Druck?

Alcohol: Ist seit meinem letzten Alkoholkonsum genügend Zeit verstrichen?

Fatigue: Bin ich ausgeruht, habe ich genügend geschlafen?

Eating: Habe ich vor dem Flug genügend gegessen und getrunken?

Wer diese Checkliste konsequent anwendet und bei Nichterfüllen eines Punktes den Flug auf später verschiebt, fliegt sicherer und garantiert mit gutem Gefühl.

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