Initial Language Proficiency Check

Die sogenannte Erstprüfung (Initial English Language Proficiency Check)  muss in einem der folgenden Radiotelephonie-Zentren abgelegt werden:

  • Zürich
  • Lausanne
  • Bern
  • Locarno

Die Prüfung besteht aus zwei Teilen:

  1. Listening Comprehension
  2. Speaking Ability

Listening Comprehension

Beim ersten Teil des Initial Language Proficiency Checks hören die Kandidaten fünf Aufnahmen von simulierten Kommunikationen zwischen Piloten und Fluglotsen und beantworten je zwei Multiple-Choice Fragen zu jeder Situation. Zu jeder Frage gibt es vier Antworten, wovon nur eine richtig ist. Bevor die Aufnahmen abgespielt werden und der Test startet, hören die Kandidaten eine Probekonversation, welche nicht zum Test gehört.

Die Fragebögen sind in Englisch und auf Papier, die gewählte Antwort wird mit einem ‘X’ markiert. Die Kandidaten dürfen während den Aufnahmen Notizen machen.

Der Listening Comprehension Teil dauert rund 25 Minuten und findet in der Regel in Gruppen von rund vier Personen statt.

Ein gutes Beispiel und die Möglichkeit, diesen Teil etwas zu üben, finden Sie auf der BAZL-Webseite.

Speaking Ability

Die “Speaking Ability” des Initial Language Proficiency Checks beinhaltet zwei Teile:

  1. Simulierte Funk- und Telefonkommunikation (“Voice-Only”)
  2. Beschreiben eines Bildes & Beantworten von Fragen

Beim ersten Teil kann der Kandidat den Assessor nur hören. Er erhält ein Aufgabenblatt mit Bildern, Details zum simulierten Flug und ATIS-Informationen sowie das nötige Kartenmaterial (z. B. Anflugkarten). Bei diesem Test ist es wichtig, zwischen Standard-Voice und gesprochenem Englisch zu wechseln, wo dies die Situation erfordert. Obwohl die Standard-Funkverfahren wo möglich angewendet werden sollen, ist dies kein Radiotelefonie-Test. Der Assessor beurteilt in erster Linie das “normale” Englisch. Im schlimmsten Fall wird der Kandidat in einen Voice-Refresher-Kurs geschickt, jedoch wird auf keinen Fall die Radiotelephonie-Erlaubnis entzogen!

Beim zweiten Teil muss der Pilot zeigen, dass er fähig ist, über aviatik-bezogene Themen kommunizieren zu können. Das ganze beginnt mit dem Beschreiben eines Bildes. Danach stellt der Assessor Fragen zu anderen Themen rund um die Luftfahrt. Dieser Teil dauert zehn bis fünfzehn Minuten.

Das Bild könnte zum Beispiel so aussehen:

Kleinflugzeug nach einer Bruchlandung mit davor posierenden Piloten.

Beispielbild für den Speaking Ability Teil des LPC. Quelle: aviation-safety.net

Und mögliche Fragen dazu:

  • Please describe what you see in this picture.
  • What could have happened?
  • How could the aircraft be transported in order to repair it?
  • What would have to be repaired in order to make the airplane airworthy again?
  • Do you like to or would you like to fly an airplane with a retractable gear? Why (not)?
  • Did you ever have to worry about running out of fuel? Why (not)?

Vorbereitung auf den Language Proficiency Check

Der Speaking Ability Teil bereitet den meisten mehr Mühe als der Listening Comprehension Teil. Sofern man aber über grundsätzliche Englischkenntnisse verfügt, reichen meist ein paar Tipps und 1-2 Privatlektionen auf flighttraining.ch, um allfällige Mankos zu beseitigen und den Test erfolgreich zu bestehen. Weitere Informationen zur Vorbereitung finden Sie hier.

Wichtige Hinweise

  • Sie müssen beide Prüfungsteile mindestens mit Level 4 bestehen, damit Sie den entsprechenden Eintrag in die Lizenz erhalten.
  • Kandidaten, welche die Erstprüfung absolvieren, müssen zwingend bereits die Radiotelephonie-Prüfung bestanden haben. Die Kombination von Language Proficiency- und “Voice”-Test ist nicht möglich.
  • Piloten, die sich noch in der Ausbildungsphase befinden, müssen das Anmeldeformular vom Cheffluglehrer (Head of Training) ihrer Flugschule unterschreiben lassen.

Weitere Infos finden sich auch auf der BAZL-Homepage.